Weiße Siedlung: Asbest-Gefahr macht Handeln nötig!

13.07.2016

Plage der Weißen Siedlung: Asbest.

Plage der Weißen Siedlung: Asbest. (Foto: rbb)


Leider ist es keine Neuigkeit, dass auch die Weiße Siedlung bei uns in Neukölln ein Asbest-Problem hat. Doch was tun die zuständigen Stellen? Statt schnelle und unkomplizierte Hilfe zu bekommen werden viele Betroffene im Regen stehen gelassen. Der zuständige Baustadtrat Blesing (SPD) sagt, sein Amt „ist doch keine Informationsbehörde“. Eine Frechheit angesichts der berechtigten Sorgen vor Ort. Die Eigentümer in – ein dubioses Unternehmen namens “Brandenburg Properties 5 S.a.r.l.” – und die Hausverwaltung DIM scheinen sich nicht ausreichend zu kümmern. Dabei steht allen Betroffenen nach dem Urteil des Landgerichtes Berlin vom 11.02.2016 sogar eine Mietminderung von bis zu 20% ab Einzug zu (Geschäftsnummer: 18 S 133/15). Das sollte eigentlich alle auf den Plan rufen, hier endlich mal für mehr Transparenz zu sorgen. Doch außer warmen Worten kommt von der regierenden SPD und der Wohnungswirtschaft nichts.

So geht es nicht weiter!

Berlin braucht aber endlich eine umfassende Sanierung der Wohngebäude, die Asbestbauteile enthalten. Der Senat hat aber keinen Fahrplan und weiß auch nicht, wo überall Asbest zu finden ist. Er verweist darauf, dass feste Bodenplatten ungefährlich sind, solange sie nicht beschädigt werden. Aber früher oder später wird jeder Bodenbelag mal erneuert werden müssen. Sollen sich die Menschen in vielen Jahren noch um etwas Sorgen machen müssen, was vor 40 Jahren verbaut wurde? Ruhe und Sicherheit kann es nur geben, wenn wir jetzt einmal eine Inventur machen und einen Sanierungsfahrplan aufstellen. Die Kosten des historischen Fehlers Asbest dürfen dabei nicht auf die Mietenden übertragen werden.

Wir Grüne fordern…
  • So bald wie möglich eine Info-Veranstaltung der Hausverwaltung darüber, was sie unternehmen wird;
  • einen Sanierungsfahrplan des Senates, damit Asbest endlich aus der Stadt verschwindet;
  • Schluss mit der Geheimhaltung! Wir wollen ein öffentlich einsehbares Asbestregister, damit alle sich informieren können, ob sie gefährdet sind oder nicht;
  • und keine Kosten für die Mieter durch den Ausbau.

Dafür werden wir uns ab dem 18. September auch in möglichen Koalitionsverhandlungen einbringen. Das steht auch in unserem Schlüsselprojekt Nr. 7 unseres Wahlprogrammes.
 

Und konkret?

Für Sie, die Menschen in der Weißen  Siedlung, werden wir demnächst vor Ort sein! An unserem Grünen Infostand werden Experten dabei sein, welche Ihnen direkt zu den Rechten und Möglichkeiten Auskunft geben. Termin dazu folgt in Kürze!
 
Wir empfehlen Ihnen aber, sich auch direkt an den Berliner Mieterverein zu wenden.
Kontaktmöglichkeiten: Tel. 030-226 26-0
E-Mail: bmv-neukoelln@freenet.de
 
 
 

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