Ayla soll bleiben!

16.06.2016

Ayla Demo vor der Sonnen-GrundschuleAbschiebungen sind falsch und unmenschlich. Immer. Doch besonders schlimm ist es im Fall der jungen Ayla, welche mit ihrer ganzen Familie abgeschoben werden soll. Vor 16 Jahren kam der Vater ohne Papiere nach Deutschland – seine insgesamt drei Kinder sind allesamt hier geboren. Ayla geht in die erste Klasse der Sonnen-Grundschule, welche sich auch engagiert für sie einsetzt. Es macht mich wütend auf das System, wenn jetzt von einigen auf die “juristisch klare” Situation verwiesen wird. Hier ist Recht zu Unrecht geworden und es ist Zeit zum Handeln! Innensenator Henkel hat nun aber dem Ersuchen der Härtefallkommission das zweite Mal eine Absage erteilt, während sein Generalsekretär sogar einen “Abschiebegipfel” fordert.Angesichts dessen habe ich mit den anderen Direktkandidaten hier im Wahlkreis 3 in Neukölln einen offenen Brief aufgesetzt. Dieser wird von einer breiten Allianz aus der Zivilgesellschaft Neuköllns unterstützt. Jetzt hat sogar unsere Bezirksbürgermeisterin den Aufruf untersützt. Gestern Abend auch die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (einstimmig gegen die CDU). Bitte unterzeichnet diesen Appell mit – einfach per Mail an unterstuetze-ich@ayla-muss-bleiben.de. Hoffen wir, dass vielleicht der Koalitionspartner SPD auf die CDU noch einwirken kann.


 
Ayla soll bleiben
Ayla darf nicht aus ihrer Heimat Neukölln abgeschoben werden! In einem Appell an den zuständigen Innensenator setzen sich die Direktkandidat*innen des Wahlkreises 3 gegen die angesetzte Abschiebung von Ayla und ihrer Familie ein. Hier geht’s zum Appell und der Möglichkeit, ihn zu unterstützen: www.ayla-soll-bleiben.de
„Wir appellieren an den zuständigen Innensenator: Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass eine Familie, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt und sich hier integriert hat, deren Kinder hier geboren sind und in die Kita und Schule gehen, Kinder, die die Herkunftsländer ihrer Eltern nie gesehen haben, nun abgeschoben werden soll.
Hören Sie auf die Schulleiterin und die Kinder der Sonnen-Grundschule, hören Sie auf uns, die Neuköllner Bürger*innen, die Direktkandidat*innen der demokratischen Parteien, die Vertreter*innen der Neuköllner Zivilgesellschaft!
Der Erstklässlerin aus der Sonnen-Grundschule und ihren Geschwistern darf ihre Heimat – und das ist Neukölln – nicht genommen werden. Wir, die Unterzeichner*innen, fordern den zuständigen Innensenator auf, Ayla und ihre Familie nicht abzuschieben. Sie ist unsere Nachbarin, Schulfreundin und ein Kind unseres Bezirks. Sie gehört mit ihrer Familie zu uns.
Die Direktkandidaten des Neuköllner Wahlkreis 3
Victor Aouizerat, Piratenpartei
Georg P. Kössler, Bündnis 90/Die Grünen
Joschka Langenbrinck MdA, SPD
Ruben Lehnert, Die Linke
Erst-Unterzeichnerinnen und -Unterzeichner:
Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin Neukölln
Bernd Szczepanski, Stadtrat für Soziales Neukölln
Arnold Mengelkoch, Migrationsbeauftragter Neukölln
Kazım Erdoğan, Aufbruch Neukölln e.V., Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland 2012
Kalle Lenz, Pfarrer von St. Christophorus Neukölln
Lissy Eichert UAC, St. Christophorus Neukölln
Margit Forster, Vorstand SOLWODI Berlin e.V.
Monika Grotinger, SOLWODI Berlin e.V.
Gabriele Heinemann, MaDonna Mädchenpower Neukölln, Berliner Frauenpreis 2016
Siegfried Lemming, Geschäftsführer Diakonie Werk Simeon
Morna Abbany, Dipl. Architektin
Ümit Baba, Hilfsbund Kinder in Not e.V.
Mustafa Akcay, Vorstand Türkisch-Deutsches Zentrum e.V.
Hans-Joachim Ditz, Ökumenebeauftragter Erzbischöfliches Ordinariat Berlin
Michael Lück
Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“
Britzer Flüchtlingsinitiative
M. Sternemann, Diözesanrat der Katholiken in Berlin
AWO Kreisverband Südost
Peter Schrott, DGB Neukölln
Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt
Wolfgang Klose, Vorsitzender Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin
Hamza El-Khalaf, Jugendtreff Sunshine Inn“
 

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.