Senat ist feiermüde… lasst uns den Bass aufdrehen!

13.06.2017

Bild DJ Felix

Kreativität und Kunst made in Berlin. Dafür werde ich weiter kämpfen!

Ich bin ungehalten, weil der Senat wohl feiermüde ist. Nach nunmehr zwei Schriftlichen Anfragen zum Thema Musik und Clubkultur habe ich zumindest diesen Eindruck. Meine Anfrage zur Anzahl der jährlich eingesackten Musikboxen durch die Polizei wurde mit eine Nullnummer beantwortet (Antwort der Innenverwaltung hier). Ich wollte dadurch auch Rückschlüsse auf das Open Air Feierverhalten der Berliner*innen gewinnen. Gibt es wirklich so viele Probleme, wie mancherorts dargestellt? Hat die Stadt wirklich ein Problem mit zu lauten Parties? Offensichtlich nicht, wenn die ansonsten akribisch arbeitende Berliner Polizeit hier keinerlei Statistik führt. Ich habe mich diesbezüglich an den Staatssekretär (SPD) gewandt und warte noch auf eine Antwort.

Mit meiner zweiten Anfrage zum Thema Nutzungskonflikte wollte ich eigentlich die im Koalitionsvertrag vereinbarten Dinge abfragen: Neue Open Air Konzepte, Lärmschutzfonds und 1 Ausgleich von Interessen bei heranwachsender Wohnbebauung (Antwort der Stadtentwicklungsverwaltung). Ich hatte mich auf die Antwort gefreut, denn ich war neugierig, was Senatorin Lopscher (LINKE) so plant. Letzte Legislaturperiode hatte sie selber noch lautstark diese Sachen gefordert. Ihre Staatssekretärin Frau Lüscher (die schon bei SPD-Senator Geisel in diesem Amt war) antwortete aber mit copy/paste aus der alten Legislatur: Es gibt keine Probleme und es ist nix geplant. Das kann doch nicht wahr sein! Ich werde Frau Lompscher jetzt zum Gespräch darüber gemeinsam mit der Berliner Clubcommission einladen.