Berliner Klimaziele werden wohl verfehlt

10.05.2016

cropped-img_0864.jpgAlle reden vom Klimaschutz, sogar der Berliner Senat. Doch der Blick auf die nackten Zahlen offenbart, dass Worte und Taten weit auseinander klaffen. Die nun herausgegebenen Klima-Daten veranschaulichen dies klar für die Jahre bis 2013. (Schon etwas her. Ob Berliner Bürgerämter an der Erstellung beteiligt waren?)
Die pro Kopf Emissionen in Berlin sind mit 6,1 Tonnen (CO2 pro Jahr) leicht gegenüber 2011 (5,9) gestiegen.  Seit 2007 stiegen die gesamten CO2-Emissionen unserer Stadt um 4,3 Prozent.

Grafik aus BEK: Berliner Emissionsreduktionspfad

Ohne Krise wenig Reduktion – seit Jahren stagniert der Klimaschutz in Berlin. (Grafik aus dem BEK)


Die Stadt hat sich mit dem Energiewendegesetz das Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 40 Prozent CO2 gegenüber 1990 zu reduzieren, stagniert aber seit Jahren bei rund -30 Prozent. Das meiste kommt vom teilweisen industriellen Zusammenbruch kurz nach der Wende. Der größte – und noch stetig wachsende – Beitrag zur Klimakatastrophe kommt aus dem Verkehr in Berlin. In 2013 waren es 4,6 Millionen Tonnen CO2 und mittlerweile dürfte, auch auf Grund des Bevölkerungswachstums, diese Zahl weiter angewachsen sein. Dabei können gerade Großstädte beim Verkehr Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Lebensqualität aller Menschen steigern. Dazu müsste der Senat sich aber mal trauen, eine bessere Politik – ohne Auto-Fetisch – zu machen.
Der Radentscheid könnte also zum richtigen Klimaretter werden. Auch deswegen unterstützen wir Grüne dieses Volksbegehren! Neben dem schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung kann eine ambitionierte Verkehrspolitik schon in der nächsten Legislaturperiode echte Emissionsreduktionen bringen.

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