Besuch im Blumenviertel

14.07.2017

Nasse Füße in einem Keller im Blumenviertel.

Bei uns in Neukölln gibt es gerade richtig Stress – und das zurecht! Denn das Blumenviertel in Rudow droht abzusaufen. Grund dafür: Die Häuser dort wurden in einem Gebiet gebaut, wo das Grundwasser eigentlich höher ist. Nun brauchen wir aber nicht mehr so viel Trinkwasser und der Pegel droht zu steigen. Die “Brunnengalerie” soll abgeschaltet werden.

Der alte Senat aus CDU und SPD hat die Laufzeit einfach immer verlängert und das Problem in die Zukunft geschoben. Nicht so mit den Grünen! Wir brauchen jetzt eine Entscheidung. Wollen wir, dass “Grundwassermanagement” eine staatliche Aufgabe ist, die von allen Steuerzahler*innen gezahlt wird? (Das würde dann aber wesentlich mehr als das Blumenviertel betreffen!) Oder wollen wir den Menschen im Blumenviertel gezielt helfen aber keinen Präzendenzfall schaffen, der die komplette Wasser-, Naturschutz- und Siedlungspolitik des Landes verändert?

Ich selber will, dass wir das vor allem rechtlich prüfen. Denn auch wenn ich ein staatliches Grundwassermanagement für politisch und ökologisch falsch halte, muss genau geprüft werden, welchen Anspruch die Menschen vor Ort haben. Sie haben damals im Vertrauen auf trockene Füße gebaut. Selbst wenn sie keinen Rechtsanspruch haben, wird der Berliner Senat sie unterstützen müssen. Die Idee einer Blumenviertel-Genossenschaft bei der alle mit ca. 5 Euro im Monat “ihre” Pumpen zahlen, halte ich für eine interessante Idee, über die nun aber kritisch-konstruktiv gesprochen werden muss.

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