Ein Praktikumsbericht von Numidia

25.02.2020

Im Februar hat Numidia ein Schülerpraktikum bei mir im Büro absolviert. Am Ende hat sie aufgeschrieben, was Sie in der Zeit erlebt hat: 

Hey! Ich bin Numidia, Schülerin aus Potsdam, und habe in den letzten zwei Wochen ein Praktikum bei Georg Kössler im Abgeordnetenhaus absolviert. Was genau meine Aufgaben waren und wie ich das Praktikum im Allgemeinen fand, könnt ihr jetzt erfahren.

Der Grund, warum ich überhaupt mein Praktikum bei Georg machen wollte, war der, dass es mich wirklich brennend interessiert hat, was im Alltag eines Politikers passiert und ob ich mir so etwas vielleicht auch für später vorstellen könnte, da ich mich sehr für Politik begeistere. Was außerdem ziemlich ausschlaggebend für mich war, sind Georgs Themenfelder. Vor allem in der Richtung Umwelt- und Klimaschutz wollte ich gern einen Einblick bekommen, wie dazu gearbeitet, argumentiert und diskutiert wird.

Nachdem ich am ersten Tag ankam, wurde mir direkt alles gezeigt und ich wurde erstmal in die Tiefen des Papierkrams, der E-Mails und Telefonate eingeführt, die es wirklich (und ich übertreibe nicht) in einer Überzahl gibt. Georg habe ich dann zum ersten Mal am Dienstag kennengelernt. Da habe ich dann auch so richtig mitbekommen, wie voll doch ein einziger Tag sein kann. Angefangen von einem Gespräch am Morgen mit dem Verband der Energie- und Wasserunternehmen, über eine Bürobesprechung, bis hin zu Arbeitskreisen und Fraktionssitzungen, war alles mit dabei.

Ein Glück hat er zwei Mitarbeiter (Jana und Felix), die ihn so gut es geht unterstützen und Vorarbeit leisten. Und dennoch hat man das Gefühl, es würde nie aufhören und es kämen alle paar Minuten neue Dinge, mit denen man sich zeitnah beschäftigen soll bzw. muss. An diesem Punkt war ich dann auch recht froh, dass ich „nur“ die Praktikantin bin, die mal recherchieren und Vermerke schreiben muss.

Ansonsten habe ich Georg ziemlich viel begleitet. Da hat man auch immer wieder mitbekommen, wie unterschiedlich es ist, wenn man mit der eigenen Partei in einem AK (Arbeitskreis) oder der FraSi (Fraktionssitzung) sitzt oder ob noch andere Parteien mit im Spiel sind, wie beispielsweise bei einem Ausschuss oder einer Koalitionsrunde. Es wurde nämlich immer komplizierter, je mehr Fraktionen und dementsprechend auch mehr unterschiedliche Meinungen hinzukamen. Teilweise, oder sogar meistens, ist es den Parteien schwer gefallen, auf einen Nenner zu kommen und oder zu kooperieren, weswegen auch beispielsweise Anträge sehr lange brauchen, bis sie überhaupt durchkommen. Andererseits fand ich es immer toll, wenn die Abgeordneten miteinander diskutierten, da ich vor allem das an dem Beruf so interessant und faszinierend fand.

Tatsächlich war ich aber nicht nur im Abgeordnetenhaus, sondern durfte auch zu Terminen mitkommen, die außerhalb waren. Das war zum einen ein Gespräch im Café, eine Anhörung im Bundestag zum Thema Clubkultur oder eine Baustellenführung des Global Village zum Eine-Welt-Haus. Zum anderen war ich aber auch auf einer Messe, der sogenannten „Bautec“, zum Thema Recycling von Baumaterialien bzw. nachhaltiges Bauen. Dadurch, dass es so eine Vielfalt an Angeboten gab, wurde mir zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Außerhalb gab es aber nicht nur die gerade schon genannten Termine, sondern auch noch die Sprechzeiten in Georgs Kiezbüro in Neukölln. Ich persönlich finde es total gut, dass es die Möglichkeit gibt, dass die BürgerInnen einen Ansprechpartner direkt um die Ecke haben. Doch mir ist aufgefallen, dass leider ziemlich wenig Leute vorbeikommen und das Angebot somit selten in Anspruch genommen wird, was schade ist.

Aber ich würde mir allgemein wünschen, dass BürgerInnen viel mehr mit der Politik in Berührung kommen, da es einfach wichtig ist, auch mal hinter die Fassade zu blicken und nicht nur blind irgendeiner Partei zu vertrauen. Denn, um überhaupt verstehen zu können, was Politiker manchmal so reden, muss man sich einfach damit auseinandersetzen.

Im Großen und Ganzen bin ich wirklich froh, dass ich mir dieses Praktikum ausgesucht habe bzw. es mir ermöglicht wurde, da ich trotz der kurzen Zeit einen enormen Wissenszuwachs und einen wirklich guten Einblick in die Arbeit bekommen habe.

 

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