Kiezgespräch: Kohleausstieg für Berlin

26.06.2017

Bild Tisch beim Kiezgespräch mit EndeGelände SachenAm 1. Juni 2017 habe ich nach Neukölln ins Trude, Ruth und Goldammer zum Kiezgespräch zum Thema Kohleausstieg eingeladen . Dazu diskutierte ich mit Insa Vries (Ende Gelände), Prof. Dr. Hirschl (IÖW) und Phillip Litz (Agora Energiewende). Hintergrund der Veranstaltung war die Abschaltung des letzten Braunkohlekraftswerks Klingenberg am 24.05. und der beschlossene Kohleausstieg Berlins bis 2030.

In guten 2 Stunden und trotz schönstem Sonnenschein erörterten wir den Berliner Kohleausstieg, die bundespolitische Vorrausetzungen um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen und wie man sich engagieren kann für den Kohleausstieg. Dabei wurde klar, dass obwohl der richtige Grundstein in Berlin gelegt wurde weiterhin viel Handlungsbedarf besteht. Eine sozialverträgliche Wärmewende ist dabei die größte Baustellen in Berlin. Relevant sind aber auch das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 und ggf. ein eigenes Berliner Mieterstromgesetz.

Die Bundesebene kam bei der Bewertung durch die Diskutant*innen deutlich schlechter weg – denn Deutschland steuert darauf zu seine Klimaziele gnadenlos zu verfehlen und das als Gastgeber des diesjährigen Weltklimagipfels. Deswegen lohnt sich der Einsatz in der Kohlegrube bei “Ende Gelände” oder ein grünes Kreuz bei der Bundestagswahl 2017. Oder beides. 🙂

Das Fazit vieler Teilnehmer*innen einschließlich mir selber mit Blick auf die Leitfrage “Macht Rot-Rot-Grün ernst beim Kohleausstieg” war auch ein deutliches: “Ja, aber es reicht immer noch nicht.” Ich nehme das als Rückenwind um mich für einen Kohleausstieg deutlich vor 2030 einzusetzen.

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