Kiezgespräch Mieten in Neukölln

04.06.2016

bild Kiezgespräch Meiten 2016Dass Neukölln so attraktiv für Menschen mit verschiedensten Hintergründen ist, ist zunächst einmal keine schlechte Nachricht. Doch darf es dabei nicht zu Verdrängung von Altmieter*innen kommen. Leider steigen die Mieten in Neukölln jedoch so rasant, dass sich viele die Wohnung in ihrem angestammten Kiez kaum noch leisten können.

Im Kiezgespräch unserer Abgeordneten Anja Kofbinger und Susanna Kahlefeld diskutierten der bau- und wohnungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Chris Kühn, mit der mietenpolitischen Sprecherin im Abgeordnetenhaus, Kathrin Schmidtberger, über unsere Handlungsoptionen den Mietpreisanstieg in den Kiezen wirkungsvoll zu stoppen. Auf allen politischen Ebenen müssen wir umdenken, damit die Mieterstadt Berlin für alle lebenswert bleibt! Dabei ist es wichtig, dass im Neubau vor allem bezahlbare Wohnungen entstehen und nicht nur Eigentumswohnungen. Die energetische Sanierung darf nicht für Luxusmodernisierungen missbraucht werden – denn ohne effizientere und moderen Wohnungen steigt die “zweite Miete” (Heiz- und Nebenkosten) weiter an. Die Neuköllner Zählgemeinschaft aus SPD und CDU begreift Aufwertung und Verdrängung bei uns im Kiez wohl noch als etwas Positives, weil die durchschnittliche Kaufkraft steigt und alles schicker wird. Das ist aber der falsche Ansatz! Veränderung ja – aber sozial gestaltet. Dafür braucht es eine Politik, die aktiv ist. Die Einrichtung von Milieuschutzgebieten bei mir im Wahlkreis in Rixdorf und dem Körnerkiez auf massives Drängen von Linken, Grünen und zahlreichen Initiativen wurde nun endlich (!) von der Bezirkspolitik beschlossen. Immerhin.

 

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