Klare Spree Tour in Empfang genommen

02.08.2016

Empfang Berlin: Raschke, Schubert, Kössler

Hier nehme ich Benjamin und Franziska vor dem Kanzleramt in Berlin in Empfang.


Heute endete die “Klare Spree Tour” in Berlin am Kanzleramt. Die beiden bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke (Landtag Brandenburg) und Franziska Schubert(Landtag Sachsen) waren mit dem lectric E-Tandem seit 25. Juli auf einer gemeinsamen Sommertour zum Thema ,,Klare Spree” unterwegs sein. Start war die Spreequelle in Neugersdorf in Sachsen, Ziel ist Berlin.
Die Tour widmet sich v. a. der Eisenhydroxid- und Sulfatbelastung und Fragen der Gewässerunterhaltung. Die Spree wird giftig und braun. Daher brachten die beiden eine Flasche von der Spree-Quelle (glasklar) und eine von der Talsperre Spremberg (rostbraun). Die braune Spree bedroht akut den einmaligen Spreewald und die Sulfatbelastung lässt die Werte sogar hier in Berlin ansteigen. Die Filterung kostet eine Menge Geld, weswegen auch die Wasserpreise in Berlin unter Druck geraten. Mit der “Klare Spree Tour” warben die beiden für ein Ende der Braunkohle – die ist nämlich Ursache des Übels – und für eine solide und faire Finanzierung der nötigen Maßnahmen zum Schutz der Spree.

Mit dabei war auch der Berliner Abgeordnete Andreas Otto für die Grüne Fraktion. Hier ein Auszug aus seinem Facebook-Bericht:

Berliner Trinkwasser darf nicht weiter vergiftet werden
Heute habe ich die beiden bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke (Brandenburg) und Franziska Schubert (Sachsen) am Ziel ihrer “KlareSpreetour” in Berlin-Mitte begrüßt und zum Kanzleramt begleitet. Am Kanzleramt haben wir einen Brief an Frau Merkel übergeben und außerdem zwei Flaschen Spreewasser: eine mit kristallklarem Quellwasser und eine mit brauner Suppe aus dem südlichen Brandenburg.
Die Aktion verdeutlicht, dass die Verschmutzung der Spree kein alleinig sächsisches oder brandenburger Problem ist. Die schädlichen Stoffe Sulfat und Eisenhydroxid (Eisenocker) kommen unweigerlich nach Berlin, wenn nichts dagegen unternommen wird. Die Länder und die Bundesregierung sind in der Pflicht, die Einleitung zu begrenzen und die Sanierung voranzutreiben.

Das Spreewasser leidet seit langem unter zu hohem Gehalt an Sulfat und Eisenhydroxid (Eisenocker). Folge ist die Verschlechterung der Trinkwasserqualität auch und gerade für die Wohnbevölkerung in Berlin. So hat sich der Sulfatgehalt des Trinkwassers aus dem Wasserwerk Friedrichshagen von 2011 bis 2016 jeweils im Referenzmonat April wie folgt verändert (Siehe Schr. Anfrage meine Kollegin Silke Gebel 17/18607):
2011: 127 mg/l
2012: 140 mg/l
2013: 157 mg/l
2014: 149 mg/l
2015: 175 mg/l
2016: 203 mg/l
Nur durch Vermischen von Wasser aus verschiedenen Brunnen halten die Berliner Wasserbetriebe den Sulfatgehalt im Trinkwasser für die Bevölkerung einigermaßen im Rahmen. Doch angesichts des Anstiegs in der Spree ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sulfatgrenzwerte überschritten werden. Zumal, wenn auch noch neue Tagebaue aufgeschlossen werden, wie es die rot-rote Potsdamer Landesregierung vorhat.
Wir verlangen vom Berliner Senat, dass er sich aktiv gegen den Schadstoffeintrag in die Spree engagiert und gegen weitere Kohletagebaue eintritt.
Das Berliner Trinkwasser ist zu wichtig, um es einfach vergiften zu lassen.

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