Kyoto-Protokoll gerettet – Klima weiterhin am Abgrund

09.12.2012

Bildschirmfoto 2012-12-09 um 17.04.14Auf der diesjährigen Klimakonferenz in Doha (COP-18) kam es zur lange erhofften Verlängerung des Kyoto-Protokolls. Dieses wurde 1997 beschlossen, trat 2005 in Kraft und verpflichtete die Staaten zu -5% CO2-Reduktion bis 2012. Von 2013 bis 2020 sollen nun weitere 18% globale Reduktion stattfinden. Die Staaten haben aber noch einige Monate Zeit, um ihre konkreten Ziele an die UN zu melden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Europäische Union ihr Ziel von -20% auf -30% heraufsetzt. Besonders (aber nicht nur!) Polen blockiert dies, weil das Land sehr stark auf Kohle setzt. Deutschland braucht das höhere Ziel sogar, weil sonst der Emissionshandel und die deutschen Klimaziele (-40%) nicht funktionieren.
Das war es aber – nach meinem ersten Blick – auch schon mit erwähnenswerten Meldungen aus Doha. Keine weiteren Gelder in ausreichender Höhe wurden beschlossen. Keine Einigung, wie eine alle Länder umfassendes Abkommen bis 2015 wirklich zu Stande kommen soll. Meine Kollegin Ann-Kathrin Schneider vom BUND erklärt: “Das Kyoto Protokoll ist das Papier nicht wert, auf dem es steht.” (tagesschau.de) Zudem kam das Thema “Entschädigungen” auf die Tagesordnung. Angesicht einer sich auf über 4° C erwärmenden Welt eine wichtige Thematik. Wir Schmutzfinken im Norden müssen nämlich endlich den betroffenen Menschen im Globalen Süden neben Anpassung auch Geld für schon erlittenes Leid und Unglück geben. Aber auch hier: nichts konkretes.
Sobald es gute Auswertungen gibt, werde ich diese hier cross-posten.
(Bild: http://unfccc.int/)

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