Nutzungskonflikte bei Nacht: Clubs und Anwohnende

25.07.2017

Wenn am Montagmorgen der Bass noch in den Knochen steckt und man in der Bahn sitzt, denkst man vielleicht: Yeah. Mein Heimweg ist nicht weit, denn mein Lieblingsclub ist mitten in der Stadt. Und das soll so bleiben.
Vor einigen Woche habe ich deswegen eine Anfrage gestellt, in der ich den Senat eigentlich nur fragen wollte, wie es mit der Umsetzung des Koalitionsvertrages aussieht. Was wird getan, damit neue hinzukommende Wohnungen nicht einen bestehenden Club wegklagen kann? (Wer neu in eine Nachbarschaft kommt, sollte sich vorher doch kundig machen, wer da ist. Für Lärmschutzinvestitionen muss dann m.E. auch der Neuankömmling zahlen. Große Immobilienfirmen bekommen dafür auch eher einen guten Bankkredit als unsere halblegalen Clubs.)

Anscheinend hat jemand in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aber vom Regierungswechsel noch nichts mitbekommen. In der Antwort wird mir gesagt, dass weiterer Schutz für Clubs „nicht erforderlich“ sei. Unglaublich! Ich habe die Senatorin daraufhin direkt angesprochen und mit ihr vereinbart, dass wir im Herbst ein öffentliches Fachgespräch inklusive Clubcommission machen, um uns – und ihre Verwaltung – auf den Stand der Dinge zu bringen. Ich werde auch weitere Initiativen dazu starten… denn Berlin ohne Clubkultur ist nicht mehr Berlin.

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