Räumung des Kiezladens Friedel-54

30.08.2017

Würgegriff Polizist gegen mich.

Auch ich wurde einmal im Würgegriff abgeführt – nächstes Mal ziehe ich meine Beobachterweste an.


Ich bin noch nicht lange Parlamentarier und die Räumung des Kiezladens in der Friedelstraße 54 war die erst solche Aktion, die ich als „Parlamentarischer Beobachter“ erleben musste. Vor noch einem Jahr hätte ich mit meinen Freund*innen und Nachbar*innen in der friedlichen Blockade gesessen. Jetzt stand ich daneben und musste zuschauen, wie viele von ihnen geschlagen und weg geschleift wurden. Es war scheisse, aber meine Rolle war diesmal eine andere.
Ich fand den Einsatz viel zu hart von Seiten der Polizei und habe daher dem Innensenator auch im Plenum des Abgeordnetenhauses diesbezüglich widersprochen. Die Blockierenden saßen friedlich (aber entschlossen) vor den Türen und haben ihr Recht auf zivilen Ungehorsam wahr genommen. Auch wenn eine Räumung (juristisch) rechtens war, hätte sie deeskalativ und mit den am wenigsten gewalttätigen Mitteln durchgeführt werden müssen. Das ist nicht passiert.
Einen kleinen Bericht habe ich hinterher schnell abgetippt und freue mich über Rückmeldungen und Fragen.
 

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