Simone Peter im DAZ Neukölln

12.09.2016

Simone Peter im DAZ - Refugees WelcomeHeute war die Grüne Bundesvorsitzende Simone Peter im Deutsch-Arabischen-Zentrum (DAZ) und hat mit mir und vielen Akteuren aus dem Kiez über Geflüchteten-Arbeit gesprochen. Wir waren uns alle einig: “Wir schaffen das!” Egal was rechte Hetzer sagen. Und anders als bei SPD oder LINKEN, welche teilweise leider Deutsche und Geflüchtete ebenfalls gegeneinander auszuspielen versuchen, müssen soziale Probleme zusammen gedacht werden. Darauf machte insbesondere unserer Grüner Sozial-Stadtrat Bernd Sczepanski aufmerksam. Eine bessere Sozialpolitik ist dringend nötig – für alle Menschen. Herr Nader Khalil vom DAZ, Herr Rainer Waldukat von der Beschäftigungsagentur Berlin-Brandenburg und Frau Rukan Malas, mobile Jobberaterin bei JobPoint Neukölln sowie Vertreter*innen von Sprachinitiativen rundeten die Debatte mit ihren Beiträgen ab. Besonders interessant fand ich die Berichte über den Spracherwerb – das geht nämlich besonders gut im Beruf – doch die Geflüchteten dürfen erst mit Sprachkenntnissen arbeiten.
Dabei war es uns Grünen wichtig, dass wir uns nicht nur gegenseitig selbst vergewissern, dass wir es schaffen. Sondern auch wie das gelingen kann. Insofern haben alle Beteiligten Simone Peter und mir einige “Hausaufgaben” mitgegeben, welche wir auf Bundes- bzw. Landesebene tragen.
Mir persönlich waren ja schon so einige Fehler im Asylsystem bekannt. So wie die mangelnde Anerkennung von Berufsabschlüssen. Aber ich wusste noch nicht, dass Geflüchtete z.B. die Ehrenamtspauschale verrechnet bekommen. So sind tausende Stellen beim Bundesfreiwilligendienst unbesetzte – Geflüchtete haben Lust drauf, würden aber sogar Geld verlieren. Oder die manchmal schwer zu verstehenden Vorgänge in den deutschen Behörden. Bernd Sczepanski hat bei sich – welch ein Glück für unseren Bezirk! – wenigstens etwas Flexibilität reinbringen können. Dafür lobten ihn alle Anwesenden. Er machte mit einem Beispiel auf ein weiteres Problem aufmerksam: Derzeit zahle man für eine Familie pro Monat 5.000 Euro Hotelmiete. Es gäbe eine Wohnung für 900 Euro, aber das Amt übernimmt nur 800 Euro für die Unterkunft. Die Folge: Die Familie bleibt weiterhin im Hotel. Welch ein Humbug!

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