Verkehrswende Jetzt!

21.01.2021

Verkehrswende jetzt!

In Europa, Deutschland und Berlin fahren immer mehr und größere Autos. Die CO2 Emissionen des Straßenverkehrs nehmen stetig zu – und dass, trotz Klimakrise!

Doch es gibt Good News: Im letzten Jahr ist die Anzahl der PKW-Neuzulassungen in Berlin deutlich gesunken: Insgesamt kamen etwa 20% weniger neue Kraftwerkzeuge 2020 in der Hauptstadt auf die Straße! Während vor allem (im Vergleich zu 2019) der Anteil von Autos mit Benzin- oder Dieselmotor abnahm, gewannen Elektroantriebe kräftig hinzu: Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg von knapp 3 Prozent auf rund 7,5 Prozent im vergangenen Jahr. (dpa)

Doch das reicht nicht.

Wir müssen der Industrie weiterhin klare Vorgaben machen. Die EU hat dafür einen wichtigen Schritt getan und die CO2-Flottengrenzwerte angepasst. Damit werden die CO2-Grenzwerte für neu produzierte PKWs vorgeschrieben und schrittweise begrenzt.

Ein weiterer zentraler Baustein für den Klimaschutz im Verkehrssektor ist die E-Wende: weg von schmutzigen Verbrenner-Autos und hin zu mehr Elektromobilität. Wie wir die E-Wende in Berlin fördern können und was daran auch kritisch zu sehen ist, habe ich am Dienstag, 19.01., im Webinar mit Harald Moritz, MdA, diskutiert:

Der Marktanteil für Neuzulassungen elektrifizierter Antriebsarten beträgt in Berlin inzwischen 30 Prozent. Dies ist zwar grundsätzlich erfreulich, reicht für Klimaschutz und Verkehrswende aber noch nicht aus.

Denn vorallem die Effizienz der Fahrzeuge muss verbessert werden. Für eine komplette Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) muss die regenerative Energieerzeugung immens gesteigert werden. Die Wasserstoff-Technologie ist aufgrund ihrer geringeren Effizienz besser für größere Antriebe, wie zum Beispiel Busse, LKW, Lokomotiven oder Schiffe geeignet. Auch die Herstellung der Batterien ist bislang bedenklich. Die Rohstoffe werden zum Großteil in Entwicklungsländern unter problematischen Bedingungen gewonnen. Hier kann nur ein Lieferkettengesetz Abhilfe schaffen, um Arbeits- und Umweltstandards zu verbessern.

Daher ist es gleichzeitig unverzichtbar, die Mobilität auf andere Verkehrsträger wie ÖPNV, Fahrrad oder geteilte Mobilität zu verlagern. Um das zu erreichen, setzen wir Grüne insbesondere auf einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie von Rad- und Fußwegen! Für den übrigen elektrifizierten Verkehr soll die Infrastruktur von Ladesäulen verbessert und weiter Förderprogramme für E-Autos ausgeschrieben werden.

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